Samstag, 5. Januar 2013

5.1.13

Hallo Welt!

Ich habe gerade so eine verdammte Sehnsucht nach früher. Nach dem Sommer 2011. Ich war dünn.
Mir schießen so viele Gedanken durch den Kopf, aber sie sind viel zu unklar und ungeordnet, um sie aufzuschreiben. 
Vielleicht wäre es besser gewesen, ich hätte nie abgenommen. Dann hätte ich auch nicht zunehmen können. Zumindest nicht so. Wenn ich so drüber nachdenke, ist es bescheuert, was ich mir für Gedanken mache. Es sind nur 5 Kilo, aber es fühlt sich an wie 20 Kilo.
Sei ein paar Monate dünn, nimm wieder zu und du wirst dich dein ganzes Leben fett fühlen.

Ich kann behaupten, dass 2011 am meisten passiert ist. Vor allem sind Dinge passiert, die mich bewegt und verändert haben.
Wie soll ich mit 2012 abschließen, wenn ich 2011 gedanklich noch nicht hinter mir lassen kann?



Dialog zwischen A. und mir im Unterricht vor den Ferien
Ich: 'Mir geht's nicht gut...'
A.: 'Jeder hat mal soetwas, das ist nichts besonderes.'
Ich: 'Wolltest du schon mal sterben? Kennst du das, wenn du aus dem Fenster schaust und dich fragst, ob es hoch genug ist, dass man beim Aufprall stirbt? Kennst du das, wenn du durch den Schnee gehst und dich fragst, wie lange es dauern würde, bist du erfrierst? Kennst du das, wenn du dein Leben nicht mehr schätzt?  Und denkst du jeden Tag daran, dass du nichts wert bist, allen Anforderungen nicht gewachsen bist und dich jeder schief anguckt. Dass du niemandem wirklich etwas bedeutest und das du in ein paar Monaten alles, was dir mal wichtig war, verloren hast?'
A.: 'Ja, du bist nichts besonderes, dass ist bei jedem so.'
Ich: 'Ok'

Es tut echt weh, zu wissen, wie wenig ich ihr bedeute und wie wenig sie mich Ernst nimmt. Mir geht dieser Dialog nicht aus dem Kopf. Ich hätte so viel sagen können, aber es ist ihr eh egal.

Ich möchte Montag nicht wieder zur Schule gehen.

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